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Den
nachfolgenden Text hat mir Frau Elina Sistonen von
Cats-Country
zur Verfügung gestellt.
Wir alle
wollen gesund leben; deshalb wählen wir unsere täglichen Produkte bewusst aus.
Wir möchten wissen, was wir essen und woher unsere Nahrung stammt. Wir wissen
auch, dass Werbung nur Werbung ist; sie bietet uns keine Fakten an. Und so
glauben wir nicht alles, was uns die Hersteller unserer Nahrungsmittel erzählen.
Wenn wir
aber das Futter für unsere Katzen und Hunde auswählen, greifen wir oft zu den
Produkten, die wir aus der Werbung kennen. Wenn uns die Hersteller schöne Bilder
von saftigem Fleisch und üppigen Getreidefeldern zeigen und gleichzeitig
erklären, sein Futter sei genau DAS richtige für unser Tier, glauben wir ihm.
Warum? Unter anderem auch deshalb, weil die Inhaltsangaben auf den Produkten oft
schwierig zu lesen sind. Jedes Futter sieht auf den ersten Blick genau
gleichwertig aus. Aber wirklich nur auf den ersten Blick!
Denn bei
den Tierfuttersorten sind die Qualitätsunterschiede viel gravierender als bei
der menschlichen Nahrung.
Wir
sollten die Nahrung für unsere Tiere genauso sorgfältig und gewissenhaft
aussuchen wie für uns selbst. Diese Broschüre soll Ihnen behilflich sein, als
kritischer Konsument unter vielen Sorten das wirklich beste Futter für Ihr Tier
herauszufinden.
Die
Zusammenstellung der Katzennahrung
Die Katze
wird als "Fleischfresser" bezeichnet, was aber nicht ganz zutrifft: Beutefresser
wäre ein besserer Begriff. Die natürliche Nahrung einer Katze besteht aus
kleinen Säugetieren (hauptsächlich Nagern), zum Teil aus Vögeln und sogar
Insekten. Mit den Beutetieren nimmt die Katze außer Fleisch auch Innereien,
Knochen und somit Mineralien (Kalk und Phosphor) zu sich. Dazu kommen die
aufgeschlossenen Kohlehydrate (der Mageninhalt der Beutetiere: Getreide und
Pflanzenteile), Blut und damit Mineraliensalze, sowie Fasern in der Form von
Fell oder Federn (geringe Mengen). Ein gutes Katzenfutter sollte dieser
Zusammensetzung der Beutetiere möglichst gut entsprechen.
Was
bedeutet das in der Praxis?
Ein gutes Futter besteht aus:
-
Fleisch
(es muß Fleisch und nicht "Fleisch und Fleischnebenprodukte" sein, die Art des
Fleisches muß angegeben werden: Hühnerfleisch oder gemahlenes Hühnerfleisch
etc.), Eiern und/oder Käse
-
einem
kleinen Teil von Innereien
-
maximal
50% (besser 25 - 30%) aufgeschlossenem Getreide und/oder Gemüse (Kohlehydrate
und Fasern)
-
einer
langen Liste von Vitaminen und chelatierten Mineralien
-
natürlichen Antioxidantien (diese verhindern, daß das Fett in der
Trockennahrung ranzig wird) wie Vitamin E und C und/oder Kräuterölen
Das
Futter sollte auf gar keinen Fall folgendes enthalten:
-
minderwertige Eiweißquellen wie die "ominösen" Nebenprodukte und z. B. Grieben
(= gemahlene Rinderhaut...)
-
chemische
Konservierungsstoffe
oder chemische
Antioxidantien
(Ethoxyquin, BHA, BHT, Propylgallate)
-
Farbstoffe
-
Zucker,
Karamell
-
leere
Füllstoffe wie Erdnusshüllen, Zellulose, "Trockenschnitzel" (zeigt, dass bei
der Futterherstellung gespart wird: diese Produkte geben dem Tier das Gefühl
der Sättigung ohne wirklich verwertbare Nahrung zu liefern. Dieses sind auch
minderwertige Formen der "Ballaststoffe", da sie im Gegensatz zu
Vollkorngetreide oft Verdauungsprobleme verursachen)
Die
wichtigsten Gründe für ernährungsbedingte Krankheiten unserer Haustiere sind
Chemikalien und minderwertige Nebenprodukte in der Tiernahrung.
a)
Chemikalien
Laut Dr.
Alfred Plechner, einem Tierarzt und Wissenschaftler und Ernährungsspezialist,
der sich auf Allergien und Hautkrankheiten von Hunden und Katzen spezialisiert
hat, können die künstlichen Antioxidantien BHA (E320) und BHT (E321)
Leberschäden, Mißbildungen von Föten, metabolischen Streß und auch Krebs
verursachen.(1) Bei Labortieren wurden zusätzlich allergische Reaktionen und
Gehirnschäden beobachtet.(2)
Das künstliche Antioxidant Ethoxyquin wiederum, hergestellt von der Fa. Monsanto
in den USA (Hersteller verschiedener Chemikalien wie Agent Orange, von
Pestiziden, des umstrittenen Süßstoffes Aspartam sowie genmanipulierter
Sojabohnen), wurde ursprünglich entwickelt, um die Haltbarkeit von Gummi zu
verbessern, und wird als Mittel benutzt, um die braunen Druckstellen an Äpfeln
und Pfirsichen zu vermeiden.
Die Giftigkeit des Soffes Ethoxyquin wird als 3 auf einer Skala von 1 - 6
(Bewertung 6 ist extrem giftig) gestuft: verursacht sich langsam entwickelnde
Depression, Schüttelkrämpfe, Koma und Tod; Hautirritationen und Leberschäden.(3)
In Europa ist Ethoxyquin in der Menschennahrung nicht zugelassen, da es beim
Inhalieren, beim Hautkontakt sowie beim Schlucken (!) toxisch (giftig) wirkt.
(4) Für die Heimtiernahrung sind jedoch kleine Mengen erlaubt. Als fettlösliche
Substanz sammelt sich Ethoxyquin im Fettgewebe und Leber an.
Chemische
Farbstoffe können Allergien verursachen. Farbstoff E127, z. B., verursacht
nachweislich auch Schilddrüsenkrebs (5), wird jedoch z.B. in bestimmten
Leckerlies für Katzenbabys (!) verwendet..
b)
Nebenprodukte
Tierfuttermittel werden nicht von den Lebensmittelgesetzen geregelt. Deshalb
braucht der Hersteller keine genaue Auflistung der verwendeten Zutaten auf der
Packung anzubringen. Laut Europäischen Futtermittelgesetzen dürfen z.B. Kadaver
von Pelztieren, Hufe, Federn, Hörner sowie Wolle der Tiernahrung unter dem
Begriff "Nebenprodukte" beigemischt werden. Die in den minderwertigen
Futtersorten befindlichen Schlachtabfälle beinhalten auch Drüsensekrete sowie
Hormone (aus Fruchtblasen). (6) Auch Blut, Därme und sogar Urin sind
Nebenprodukte.
Natürlich
sind nicht alle "Nebenprodukte" schlecht; zu den Nebenprodukten gehören auch
Innereien, die durchaus einen wertvollen Teil der Tiernahrung bilden. Es muss an
dieser Stelle jedoch darauf hingewiesen werden, daß sich eine Firma, die
qualitativ hochwertige Tiernahrung herstellt, nicht hinter einer unklaren
Bezeichnung wie "tierische oder pflanzliche Nebenprodukte" verstecken braucht,
sondern offen auflistet, um welche Bestandteile es sich genau handelt, wie z.
B.: "Hühnerfleisch, Leber, Herz (oder Innereien), Mais usw." Suchen Sie deshalb
nach dem Hinweis des Herstellers: "ohne Nebenprodukte". Einige Hersteller
erklären bei Nachfrage nach den verwendeten Nebenprodukten: "Wir verwenden Herz,
Leber und Nieren". Ist das wirklich so? Ein Blick auf das Etikett gibt oft
Aufschluss. Ist z.B. Leber auch gelistet? Dann kann es nicht Bestandteil der in
diesem Produkt verwendeten Nebenprodukte sein. Ein großer Hersteller so
genannter "Premiumnahrung" verwendet laut eigener Angabe z.B. (gereinigte)
Hühnerdärme und listet sie als Nebenprodukte. Därme statt Fleisch als
Proteinquelle. Auch Urin findet in der Heimtiernahrung bei manchen Herstellern
Verwendung. Warum? Nun, der Salzgeschmack verhilft zu größerer Akzeptanz, ein
Zusatz von Salz kann entfallen. Der Hersteller muss dann Salz nicht mehr
deklarieren, was auf einige Käufer positiv wirkt.
Diese
Informationen findet Ihr auf der Verpackung
Die
Hersteller müssen folgende Informationen auf den Dosen oder Trockenfuttersäcken
deklarieren:
1) Garantierte
Analyse
In der garantierten Analyse werden die Minimumgehalte an Eiweiß
(Protein) und Fett sowie die Maximumgehalte an Asche, Fasern und Wasser
angegeben.
Eiweiß
ist der wichtigste Inhaltsstoff für Katzen und Hunde. Gute Eiweißquellen, die
der Körper verwerten kann, sind Hühner-, Rind-, Wild- und Lammfleisch, Eier und
Hüttenkäse sowie Innereien wie Herz (wird oft zum Muskelfleisch gezählt) und
Leber. Pflanzliche Proteine sind Weizen, Hafer, Mais und Soja.
Katzen sind Beutefresser. Dieses bedeutet, dass Eiweiß hauptsächlich tierischen
Ursprungs sein sollte, da Pflanzenteile in den Beutetieren nur in geringen
Mengen (nämlich im Magen) vorkommen.
Das
Problem ist, dass die Hersteller von Katzenfutter die im Futter enthaltenen
Eiweißmengen als Rohproteinmengen angeben. Rohprotein ist die Gesamtmenge an
Eiweiß, sagt aber nichts darüber aus, wie wertvoll das enthaltene Eiweiß ist,
also wie viel davon der Körper auch wirklich verwerten kann. Ein Beispiel: zwei
Futtersorten stehen nebeneinander. Beide sind von einem Labor untersucht worden
und bei beiden ist die gelistete Rohproteinmenge 10%, Fettgehalt 6,5%, Fasern
2,4 und Feuchtigkeit 68% - typische Mengen für Nassfutter. Beide Futtersorten
sehen auf den ersten Blick gleich aus. Liest man jedoch die Liste der
Inhaltsstoffe, stellt man folgendes fest: das erste Futter beinhaltet
Rindfleisch, Leber, Herz, Eier, Hühnerfett und Sonnenblumenöl, Mais sowie
Hafer... das andere Futter beinhaltet 4 Paare alter Lederschuhe, ca. 4 Liter
Motoröl, gemahlene Kohle sowie 30 Liter Wasser. Auch diese letzteren, sehr
unappetitlichen Inhaltsstoffe entsprechen den angegebenen Analysemengen, sind
jedoch nicht sehr nahrhaft für das Tier...
Auch in Federn ist sehr viel Eiweiß enthalten, der Körper des Tieres kann diese
Sorte Eiweiß jedoch nicht verwerten.
Der
Schlüssel zu gutem Futter ist somit die Verdaulichkeit. Die meisten Hersteller
geben die Verdaulichkeitswerte nicht an. Als Verbraucher ist es jedoch relativ
einfach herauszufinden, ob die Verdaulichkeit gut ist (d. h. ob das Tier Nahrung
aus wertvollen oder "billigen" Zutaten erhält). Man sollte auf die Menge der
Ausscheidungen achten. Sie sollte nicht mehr als ca. 25% der gefütterten Menge
betragen. Je größer das Volumen an Ausscheidungen im Verhältnis zu gegessenen
Menge Futter, desto minderwertiger das Futter. Ein guter Anhaltspunkt ist auch
die Größe der vom Hersteller auf der Verpackung gelisteten Fütterungsempfehlung.
Je größer die empfohlene Tagesration desto kleiner die Qualität des Futters.
2)
Auflistung der Inhaltsstoffe
gibt Hinweise auch darauf, ob das Futter biologisch wertvoll ist. Die
Bioverwertbarkeit (d. h. wie gut der Körper die Proteine (Eiweiße) verwerten
kann) von z. B. Eiern ist optimale 100%, von Hühnerfleischmehl über 90%, von
Rind 78%, von Weizen 60%, von Mais 54%. Weizen oder Mais alleine würden für
Beutefresser keine ausgewogene Ernährung darstellen, aber in der Kombination mit
einem oder zwei guten tierischen Eiweißlieferanten entsteht eine Nahrung von
guter biologischer Verwertbarkeit.
Man
sollte darauf achten, dass bei der Auflistung die Art des Fleisches angegeben
wird: Rind, Huhn, Lamm... Wenn auf dem Etikett nur "Fleisch" steht, können im
Futter gemischte Fleischsorten unklaren Ursprungs enthalten sein - oft viel
Schwein, das keine wertvolle Nahrung für Tier oder Mensch darstellt.
Die
Auflistung der Inhaltsstoffe erfolgt nach dem Gewicht
Der erste auf dem Etikett angegebene Inhaltsstoff ist Rind. Ist Rind also der
Hauptinhaltsstoff in diesem Futter?!? Nicht unbedingt. Lesen Sie die Auflistung
bitte weiter: der zweite Inhaltsstoff ist Weizenmehl, danach kommt Weizenkeim,
danach Fett und danach noch einmal Weizen (als Körner)... Die
Futtermittelgesetze erlauben den Herstellern, dass verschiedene Formen eines und
desselben Inhaltsstoffes getrennt aufgeführt werden dürfen. Weizen in
verschiedenen Formen ist und bleibt jedoch Weizen. Zählt man diese verschiedenen
Formen des Weizens zusammen, wiegen sie weitaus mehr als der angegebene
Fleischanteil... Also, ist in diesem Fall der Hauptinhaltsstoff Getreide, obwohl
Rind als erste Zutat aufgeführt wird!
Eine gute
Mischung an verschiedenen Eiweißquellen (vorwiegend aus tierischen Quellen,
unterstützt von guten pflanzlichen Proteinen) wäre z. B. Hähnchenfleisch bzw.
gemahlenes Hähnchenfleisch an erster Stelle kombiniert mit Vollkorn und Mais;
möglicherweise mit Leber oder/und Ei und ergänzt mit Hühnerfett (gelistet
innerhalb von den ersten 4 - 5 Zutaten). Die gute Variation an Zutaten
verschiedenen Ursprungs erhöht die biologische Verwertbarkeit des Futters.
Die
geheimnisvolle Welt der Tiernahrungszutaten
Tierische
Zutaten:
Fleisch
kann eine Mischung von verschiedenen Sorten sein, es sei denn die Quelle wird
angegeben: "Rind", "Geflügel" etc. Es kann Muskelfleisch, Zunge, Herz oder
Zwerchfell sein und Fett, Haut sowie Blutadern beinhalten - jedoch nur in den
Mengen, die normalerweise in diesen Teilen des Fleisches vorkommen.
Fleischnebenprodukte sind z. B. Gehirn, Lunge, Nieren, Blut, Knochen, Gewebe,
Sehnen, Haut, Urin, Mägen sowie Därme.
Geflügelnebenprodukte sind z. B. Köpfe, Füße, Eingeweide (Darm), Blut, Urin und
manchmal sogar Federn.
Fischmehl
ist getrockneter, gemahlener Fisch; entweder als Ganzes oder nur Teile. Dabei
wird meistens das wertvolle Öl entfernt.
Digest
ist eine Flüssigkeit, die von tierischen Geweben mit Hilfe von chemischer oder
enzymatischer Hydrolyse hergestellt wurde. Eine chemisch vorverdaute Nahrung.
Sonstige
Zutaten:
-
Gemahlener
Mais besteht aus ganzen Maiskolben. Es darf nicht mehr als 4% anderen
Materials enthalten.
-
Maisgluten
ist das Überbleibsel bei der Herstellung von Maissirup oder -stärke. Es ist
die trockene, übrig bleibende Substanz, wenn Kleie, Keimlinge und Stärke
entfernt worden sind, und es enthält hochwertiges Eiweiß.
-
Brauner
Reis ist unpolierter Reis; nur die oberste Hülle ist entfernt worden
-
Brewer's
Rice ist das ausgelaugte Überbleibsel der Bier- und Schnapsherstellung.
-
Sojamehl
ist ein Nebenprodukt der Sojabohnenölherstellung und hoch in Eiweiß. Manche
Tiere können jedoch allergisch darauf reagieren.
-
Cerealien
sind das nicht mehr anders verwertbare Überbleibsel der Herstellung von
Frühstücksmüslis.
-
Cellulose
ist unverdaulicher Magenfüller ohne Nährwert - das Tier fühlt sich schnell
satt, bekommt aber davon keine Nährstoffe. Selbst als Fasern fragwürdig: führt
oft zu Verdauungsproblemen. Cellulose ist häufig eine andere Bezeichnung für
Ernusshülsen oder auch Stroh.
-
Erdnusshülsen sind ebenso unverdauliche Magenfüller.
-
Edelhefe
ist eine nährstoffreiche Substanz, eine wertvolle Quelle der Vitamine der
Gruppe B.
-
Getrocknete Algen sind eine natürliche Quelle vieler Mineralien und
lebenswichtiger Spurenelemente.
Konservierungsstoffe und Antioxidantien
(7)
Die "Guten"
sind Vitamine E (tocopherole) und C (Ascorbinsäure) sowie Kräuterextrakte und
-öle.
Die
"Bösen" sind BHA, BHT, Propylgallate sowie Ethoxyquin. Diese sind fettlösliche,
in größeren Mengen gesundheitsschädliche Substanzen. Sie sammeln sich im
Fettgewebe und Leber, mit dem Resultat, dass sie früher oder später Probleme
verursachen (Allergien, Missbildungen, Nerven- und Leberschäden und vermutlich
Krebs; in Tierversuchen mit Mäusen erwiesen sich diese Substanzen als
krebserregend).
Was
Konservierungsstoffe betrifft ist ein großes Problem, dass die europäische
Gesetzgebung einen Unterschied zwischen Konservierungsstoffen und Antioxidantien
(verhindern, dass das Fett ranzig wird) macht! Es gibt mehrere
Tiernahrungssorten, die groß auf ihren Verpackungen schreiben: "ohne künstliche
Konservierungsstoffe". Wenn man weiter liest, steht in irgendeiner Ecke klein
geschrieben: "Antioxidant: EWG-Zusatzstoffe". Diese Hersteller nutzen dabei aus,
dass Leute meist nicht wissen, was 1) ein Antioxidant ist und 2)
EWG-Zusatzstoffe sind. Hinter diesen Begriffen verstecken sich die "bösen"
Stoffe BHA, BHT, Propylgallate und Ethoxyquin, die sowohl als künstliche
Konservierungsstoffe als auch als künstliche Antioxidantien verwendet werden!!
Sollte als Antioxidant tatsächlich Vitamin E verwendet werden, wird dieses
ausgeschrieben, da es ja eine Werbung für den Hersteller ist. Also, aufpassen:
wenn auf der Trockenfuttertüte "keine künstlichen Konservierungsstoffe" steht,
bitte weiterlesen und herausfinden, was für ein Antioxidant benutzt wurde.
Unschädliche
Zusatzstoffe (davon Mineralien, Vitamine lebenswichtig)(8):
Ascorbinsäure ist die synthetische Form von Vitamin C
Biotin ist ein natürliches Vitamin der Gruppe B (auch als Vitamin H bekannt)
Calciumcarbonat ist eine natürliche Form von Calcium (Kalk)
Calcium pantothenat ist eine hochpotentierte, synthetische Form des Vitamin B5
Calciumoxid ist eine natürliche Form von Calcium (Kalk)
Calcium phosphat ist ein Calciumsalz, stammt aus Knochen
Chloride oder Chlorine ist ein lebenswichtiges Mineral
Cholin ist ein Vitamin der Gruppe B; kommt in Eiern, Leber und Soja vor
Cholin chlorid ist eine hochpotentierte synthetische Quelle von Cholin
Guar Gum ist ein Stabilisator pflanzlichen Ursprungs
Kobalt ist ein Spurenelement, ein lebenswichtiges Mineral
Kupfer ist ein Spurenelement, ein lebenswichtiges Mineral, das allerdings in
größeren Mengen giftig sein kann
Kupferkarbonat ist eine natürliche Form von Kupfer
Kupfer gluconat und sulfat sind synthetische Formen von Kupfer
Ferroussulfat ist eine hochpotentierte synthetische Form von Eisen
Folsäure ist ein wichtiger Vitamin B; kommt in Hefe und Leber vor
Inositol ist ein Vitamin der Gruppe B; in Lezithin vorhanden
Eisenoxid ist eine natürliche Quelle von Eisen
Magnesiumoxid ist eine natürliche Quelle von Magnesium
Mangan sulfat/oxid ist das Mineral Mangan
Menadion natrium bisulfit ist eine Quelle von Vitamin K
Niacin ist Vitamin B3
Pangamiesäure ist Vitamin B15
Pantotheniesäure ist Vitamin B5
Potassiumchlorid ist eine Quelle fürKalium
Potassiumcitrat ist eine natürliche Form von Kalium
Pyridoxin hydrochlorid ist eine synthetische Form von Vitamin B6
Riboflavin ist eine synthetische Form von Vitamin B2
Selen ist ein lebenswichtiger Mineral
Natriumchlorid ist Salz
Natriumselen ist eine synthetische Form des Minerals Selen
Taurin ist eine Aminosäure; lebenswichtig für Katzen
Tocopherol ist Vitamin E
Thiamin hydrochlorid und -mononitrat sind synthetische Formen von Vitamin B1
Zink carbonat ist eine Quelle für Zink
Zinkoxid ist eine natürliche Form von Zink
Zinksulfat ist eine synthetische Form von Zink
Schädlich
dafür (neben den Konservierungsstoffen) sind:
Propylen glycol ist ein Konservierungsstoff und "Süßstoff". In Europa besser
bekannt als Frostschutzmittel! Äußerst gesundheitsschädlich.
Zucker
(Karamell) ist im Katzenfutter nicht nötig!! Er wird manchen Futtersorten
zugefügt, um den Geschmack zu verbessern und die Konsistenz weicher (flüssiger)
zu machen. Zucker kann - neben Karies - Probleme mit der Bauchspeicheldrüse
sowie mit den Analdrüsen verursachen.
Was die
Auflistungen auf den Verpackungen NICHT erzählen ist, dass viele Vitamine und
Aminosäuren sowie Fette durch die Erhitzung entweder zerstört werden oder so
geändert werden, dass der Körper sie nicht mehr verwerten kann. Vor allem Mangel
an Vitamin B sowie essentiellen Fettsäuren wird oft bei Tieren festgestellt, die
ausschließlich Fertignahrung zu sich nehmen. Ein guter Ölzusatz, reich an den
wichtigen Fettsäuren (besteht meist aus Fisch- und Nachtkerzenöl) sowie ein
gutes Multivitaminpräparat 2 - 3 Mal in der Woche sind eine wichtige und gesunde
Bereicherung der Tiernahrung.
Das 4%
Märchen
Man kann
es auf beinahe jeder Supermarktdose lesen: "Fleisch- und tierische Nebenprodukte
(Lamm mind. 4%)". Na prima, denkt man sich. Wenigstens 4% Lammfleisch, immerhin.
Irrtum! Diese Inhaltsangabe besagt lediglich, dass von den 100% in der Dose 4%
vom Lamm kommen. Das kann zwar Lammfleisch sein, aber ebenso gut Lammdärme,
Lammhirn oder Lammmuskelgewebe. Über die übrigen 96% der Dose gibt es keinerlei
Angaben. Weder darüber, ob Fleisch verwendet wird, noch darüber, von welchem
Tier die Produkte überhaupt stammen. Die Dose kann also z.B. auch 96%
Rinderschlachtmüll enthalten, aber dennoch "Lamm" heißen! Wer europäisches
Rindfleisch vermeiden will, aus Angst vor BSE zum Beispiel, fährt also auch bei
einer "Lammdose" nicht besser als bei einer "Rinddose". Einige Hersteller
suggerieren, sie lieferten unseren Katzen Abwechslung, weil sie 20 verschiedene
Geschmacksrichtungen anbieten. Doch vergessen Sie nicht: tatsächlich
unterscheiden sich alle Dosen nur in der "geschmacksbestimmenden Komponente",
die nur 4% des Doseninhaltes ausmacht. Kann die Katze diese 4% überhaupt
herausschmecken? Dazu kommt noch, dass eine "Lammdose" mehr Fisch enthalten kann
als eine "Lachsdose", eine "Rinddose" mehr Ente als eine "Entendose". Denn: in
einer Lammdose können z.B. 4% Lamm und 96% Schwein sein. In ein "Rinddose"
können 4% Rind und 96% Lamm sein. In einer "Entendose" 4% Ente und 96% Rind usw.
Super für die Hersteller, denn man kann in eine Dose immer das hineinfüllen, was
gerade am billigsten zu bekommen ist. Das führt auch dazu, dass eine "Huhndose"
in einer Woche bei einer Katze gut ankommt, in der nächsten Woche aber überhaupt
nicht. Vielleicht war in der ersten Woche 75% Huhn drin, in der zweiten 75%
Rind...
Truthahn
/ Truthahnfleisch / Truthahnfleischmehl - alles dasselbe, oder?
Auf den
ersten Blick könnte man das eigentlich vermuten. Doch die Unterschiede sind
beträchtlich. Hier eine kurze Erklärung der Deklarationen auf
Trockenfutterpackungen zusammen mit der Englischen Bezeichnung:
Truthahn
( = Turkey By-Products): Nebenprodukte. Also Schlachtmüll. Im Deutschen kann
aber Truthahn stehen, man muss nicht "Nebenprodukte" schreiben!!! Wird noch
getrocknet.
Truthahnfleisch ( = Turkey): Ist Fleisch (zum größten Teil), ABER gewogen als
Frischfleisch VOR dem Trocknen Trick! Über 70% des Fleisches ist Wasser und
Fett. Wenn nun das Wasser entzogen wird und das Truthahnfleisch zu
Truthahnfleischmehl verarbeitet wird, hat es nur noch 30% seines Gewichtes. So
kann es vom 1. Platz der Inhaltsliste zum 4., 5. oder 10. Platz in der
Inhaltsliste abrutschen.
Truthahnfleischmehl (Turkey Meal): Das Fleisch NACH dem Trocknen. Sinkt also in
der Inhaltsangabe nicht nach unten, weil es SO verwendet wird, wie es ist!
Truthahnmehl (Turkey By-Product Meal): Getrocknete Nebenprodukte. Kein Fleisch.
Quellennachweis:
1) 7) 8)
Palinka, L.: The Consumer's Guide to Cat Food, 1996 NY
2) Stein, D.: Natural Healing for Dogs and Cats, 1993 Freedom CA
3) 4) Gosselin (Hrsg.): Clinical Toxicology of Commercial Products, 1984
Baltimore
5) Verbraucherzentrale Hamburg: Was bedeuten die E-Nummern
6) Numminen, M.: Mirjamin Kissanhoito-opas, 1996 Jyväskyl Finnland
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